Was ist Taijiquan?

Taiji beschreibt das Daoistische Prinzip des ewigen Wandels, welches im I Ging (Buch der Wandlung, ein Klassiker der chinesischen Literatur, der durch die Beobachtung der Natur entstanden ist) schriftlich und symbolisch erklärt wird. Grundideen des I Ging (und somit von Taiji) sind die Harmonie der Gegensätze und ein Akzeptieren der Veränderung.

Taijiquan (alte Umschrift: "Tai Chi Chuan") ist das Kampfkunstsystem, welches auf diesen Prinzipien aufgebaut ist.
Taijiquan gehört zu den sogenannten inneren Kampfkunst-Stilen, gemeinsam mit Xingyiquan und Baguazhang.
Es ist weltweit der am meisten praktizierte Stil, obwohl es - gerade bei uns in Europa - häufig nicht als komplette Kampfkunst im traditionellen Sinn geübt wird.
Ursprünglich zur Selbstverteidigung kreiert, wird heutzutage meist nur noch über die (nachgewiesenen) gesundheitlichen Vorteile des Übens gesprochen.
Jedoch rundet ein umfassendes Studium des Taiji, wozu auch Partnerübungen und Anwendungen gehören, das Verständnis ab.

Der Stil zeichnet sich vor allem durch runde, geschmeidige Bewegungen aus. Regelmässiges Üben hilft uns, unsere "Mitte" zu finden, und somit ausgeglichener zu werden sowie unsere Gesundheit zu stärken.